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Kurzantwort: Auf Bildern erkennt man die Maine Coon an ihrer enormen Größe, dem rechteckigen, kräftig bemuskelten Körper, den großen, weit auseinanderstehenden Ohren mit den charakteristischen Luchspinseln an den Spitzen und dem langen, buschigen Schwanz. Das halblange Fell ist wasserabweisend und am Halskragen, an den Flanken und am Bauch länger als am Rücken. Ausgewachsene Kater erreichen von der Nase bis zur Schwanzspitze über einen Meter Länge und gelten damit als größte domestizierte Katzenrasse der Welt.
Kaum eine Katzenrasse wird auf Fotos so oft mit einem kleinen Luchs oder Waldkobold verglichen wie die Maine Coon. Wer weiß, worauf es ankommt, kann die Rasse auch auf einzelnen Bildern zuverlässig von ähnlich großen oder langhaarigen Katzen unterscheiden.
Die Größe auf Fotos richtig einschätzen
Mit einer Körperlänge von bis zu 120 Zentimetern und einem Gewicht, das bei ausgewachsenen Katern in Einzelfällen über 12 Kilogramm erreichen kann, gilt die Maine Coon als größte domestizierte Katzenrasse. Auf Fotos ohne Vergleichsobjekt lässt sich diese Größe leicht unterschätzen, weshalb Bilder mit Menschen oder bekannten Gegenständen im Hintergrund die tatsächlichen Proportionen am besten zeigen. Der Körperbau ist dabei nicht nur lang, sondern auch kompakt und muskulös, mit breitem Brustkorb und kräftigem Knochenbau.
Das Fell: Halblanghaar mit wasserabweisender Struktur
Anders als bei reinen Langhaarrassen wie der Perserkatze ist das Fell der Maine Coon halblang und strukturell in mehrere Zonen unterteilt: kürzer am Kopf und den Schultern, deutlich länger am Bauch, an den Flanken und als voller Halskragen. Diese Fellstruktur entwickelte sich vermutlich als Anpassung an raue, kalte Winter in Neuengland und macht das Fell erstaunlich wasserabweisend, ohne dabei so pflegeintensiv zu sein wie das der Perserkatze.
Die Ohren: Luchspinsel als Markenzeichen
Große, breit angesetzte Ohren mit deutlich sichtbaren Haarbüscheln an den Spitzen, den sogenannten Luchspinseln, gehören zu den auffälligsten Erkennungsmerkmalen auf Fotos. Auch im Inneren der Ohren wächst oft zusätzliches Haar, das vermutlich vor Kälte und eindringendem Schnee schützte. Nicht jede Maine Coon zeigt ausgeprägte Luchspinsel, der Rassestandard bewertet sie zwar positiv, verlangt sie aber nicht zwingend.

Farbschläge: von Brown Tabby bis Silver
Die Maine Coon ist in einer sehr großen Bandbreite an Fellfarben und -mustern anerkannt, von klassischem Brown Tabby, der Farbe der ursprünglichen Farmkatzen, über Silber- und Rottöne bis zu einfarbigem Weiß oder Schwarz. Auf Bildern lässt sich die Rasse deshalb nicht an einer bestimmten Farbe festmachen, sondern in erster Linie am Körperbau, den Ohren und dem Schwanz.

Der buschige Schwanz als Erkennungsmerkmal
Der lange, dicht behaarte Schwanz, den die Maine Coon beim Laufen oft wie einen Federbusch nach oben trägt, war namensgebend für den zweiten Teil ihres Namens: Frühe Beobachter hielten die geringelte Schwanzform fälschlich für ein Zeichen von Verwandtschaft mit dem Waschbären, englisch Raccoon. Diese Kreuzungstheorie ist biologisch unmöglich, hat sich als Legende aber bis heute im Namen der Rasse gehalten.

Herkunft: mehr Legende als belegte Geschichte
Die genaue Herkunft der Maine Coon liegt im Dunkeln. Neben der Waschbären-Legende kursiert auch die Geschichte, die Rasse gehe auf Langhaarkatzen zurück, die mit europäischen Seefahrern nach Neuengland kamen und sich dort mit örtlichen Kurzhaarkatzen kreuzten. Belegt ist vor allem, dass die Rasse bereits im 19. Jahrhundert auf Bauernhöfen in Maine verbreitet war und dort als robuste Mäusejägerin geschätzt wurde, bevor sie ab den 1980er-Jahren international an Popularität gewann.
Wesen: sanft trotz imposanter Größe
Trotz ihrer beeindruckenden Größe gilt die Maine Coon als ausgesprochen sanftmütig, gesellig und wenig aggressiv, weshalb sie oft als „sanfter Riese“ bezeichnet wird. Viele Vertreter der Rasse bleiben bis ins hohe Alter verspielt und lassen sich gut mit Kindern und anderen Haustieren vergesellschaften, sofern die Eingewöhnung schrittweise erfolgt. Auffällig ist zudem die für eine so große Katze ungewöhnlich leise, oft trillernde Stimme, die im Kontrast zur imposanten Erscheinung auf Fotos steht.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter ist die volle Größe einer Maine Coon erreicht?
Anders als die meisten Katzenrassen wächst die Maine Coon vergleichsweise langsam und erreicht ihre endgültige Größe häufig erst mit drei bis vier Jahren.
Sind alle Maine Coon getigert?
Nein, Brown Tabby ist zwar die ursprüngliche und bekannteste Farbe, der Rassestandard erlaubt aber auch einfarbige, weiße, silberne und viele weitere Farbschläge.
Braucht eine Maine Coon wegen ihrer Größe besonders viel Auslauf?
Sie ist trotz ihrer Größe kein extremer Bewegungssportler, profitiert aber wie jede Katze von Kletterelementen und ausreichend Platz, schon wegen ihres Gewichts und der damit verbundenen Gelenkbelastung.
Woran erkennt man auf einem Foto zuverlässig eine Maine Coon?
Verlässlicher als die Fellfarbe sind der rechteckige Körperbau, die großen Ohren mit Luchspinseln und der lange, buschige Schwanz in Kombination.
Ist die Maine Coon für reine Wohnungshaltung geeignet?
Ja, sofern ausreichend Platz, Kletter- und Kratzmöglichkeiten sowie tägliche Beschäftigung vorhanden sind, kommt die Rasse auch ohne Freigang gut zurecht.
Wird jede große, langhaarige Katze fälschlich als Maine Coon bezeichnet?
Ja, im Internet werden häufig einfach große oder langhaarige Mischlingskatzen als Maine Coon betitelt, obwohl ihnen der typische Körperbau oder die Ohrpinsel fehlen.
Haben alle Maine Coon zusätzliche Zehen (Polydaktylie)?
Nein, Polydaktylie kam in der Ursprungspopulation gehäuft vor, ist im modernen Rassestandard aber nicht vorgeschrieben und wird von den meisten Verbänden nicht bewertet.
Wie unterscheidet man Maine Coon und Norwegische Waldkatze auf Fotos?
Die Maine Coon wirkt insgesamt rechteckiger und massiger mit stärker ausgeprägten Ohrpinseln, während die Norwegische Waldkatze einen dreieckigeren Kopf und ein etwas geschmeidigeres Gesamtbild zeigt.
Zeigen Maine-Coon-Kätzchen die typischen Merkmale schon von Geburt an?
Nein, Ohrpinsel, Körpergröße und die volle Fellstruktur entwickeln sich erst über Monate bis Jahre, weshalb sich junge Kitten optisch noch kaum von anderen Halblanghaarkatzen unterscheiden.
Quellen
Geschrieben von Clara, Redaktion haustiergesundheit.net — sie schreibt hier über Katzen, Heimtiere und ihre Haltung.







