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Kurzantwort: Die Burmilla entstand 1981 in Großbritannien durch eine ungeplante Verpaarung einer Burma-Katze mit einem Chinchilla-Perser-Kater. Der Name setzt sich aus „Burma“ und „Chinchilla“ zusammen. Seit 1996 ist die Rasse bei der Fédération Internationale Féline (FIFe) als eigenständige Kurzhaarrasse anerkannt. Charakterlich vereint sie die Verspieltheit und Menschenbezogenheit der Burma mit einem ruhigeren, ausgeglichenen Naturell. Typisch sind ein silbrig-getipptes oder schattiertes Fell und leuchtend grüne Augen. Die Fellpflege ist bei der kurzhaarigen Variante unkompliziert, bei der halblanghaarigen Schwesterlinie etwas aufwendiger.
Die Burmilla zählt zu den Katzenrassen, die nicht am Reißbrett entstanden, sondern durch Zufall im eigenen Wohnzimmer eines Züchters. Aus dieser ungeplanten Verpaarung wurde binnen weniger Jahre eine eigenständige, international anerkannte Rasse.
Dieser Artikel stellt Herkunft, Wesen und Pflegebedarf der Burmilla vor.
Herkunft: eine zufällige Verpaarung 1981
Im Haus der britischen Baroness Miranda Bickford-Smith lebten 1981 eine Burma-Katze namens Faberge und ein Chinchilla-Perser-Kater namens Sanquist. Aus einer ungeplanten Verpaarung der beiden gingen die ersten Burmilla-Kätzchen hervor. Das Ergebnis gefiel so gut, dass daraus gezielt weitergezüchtet wurde. Der Name Burmilla setzt sich aus „Burma“ und „Chinchilla“ zusammen und verweist auf die beiden Ursprungsrassen. Weil beide Ursprungsrassen selbst bereits als angenehme Wohnungsgenossen galten, war das Interesse an einer gezielten Weiterzucht der zufälligen Nachkommen von Anfang an groß.

Von der Zufallsverpaarung zur anerkannten Rasse
Bereits Anfang 1984 gründete sich der Burmilla Cat Club, der die Zucht fortan organisierte und einen Rassestandard erarbeitete. 1996 erkannte die Fédération Internationale Féline die Burmilla offiziell als eigenständige Rasse an und ordnet sie dort der Kategorie 3, den Kurzhaarkatzen, zu. Der Burmilla Cat Club dokumentierte in dieser Zeit systematisch mehrere Generationen, um nachzuweisen, dass sich Wesen und Aussehen der Rasse zuverlässig weitervererben ließen, eine Voraussetzung, die jeder Zuchtverband für die Anerkennung als eigenständige Rasse verlangt. Bis zur internationalen Anerkennung vergingen damit gut anderthalb Jahrzehnte, in denen der Rassestandard mehrfach verfeinert und an die Erfahrungen aus der laufenden Zucht angepasst wurde. Neben der FIFe erkennen inzwischen auch weitere Verbände die Burmilla als eigenständige Rasse an, wenn auch mit teils leicht abweichenden Standardanforderungen an Fellzeichnung und Körperbau.
Aussehen: Burma-Körperbau mit Chinchilla-Fellzeichnung
Die Burmilla übernimmt den mittelgroßen, muskulösen Körperbau der Burma-Katze, kombiniert mit dem schattierten oder getippten Fell des Chinchilla-Persers. Die Grundfarbe ist meist silbrig hell, während nur die Haarspitzen dunkler gefärbt sind, was dem Fell einen changierenden Glanz verleiht. Die großen, leicht schräg stehenden Augen sind charakteristisch grün.
Farbschläge: von Schattierung bis Tipping
Bei der Burmilla unterscheiden Zuchtverbände zwischen „shaded“, bei dem die dunklere Färbung etwa ein Drittel des Haarschafts bedeckt, und „tipped“ beziehungsweise „chinchilla“, bei dem nur die äußerste Haarspitze gefärbt ist und das Fell dadurch besonders hell und silbrig changierend wirkt. Anerkannt sind zahlreiche Farbschläge, von Schwarz-Silber über Blau-Silber bis zu wärmeren Braun- und Cremetönen, jeweils in beiden Zeichnungsvarianten. Diese Vielfalt an Farbkombinationen macht jede Burmilla im Detail etwas anders gezeichnet, auch innerhalb desselben Wurfs.
Kurzhaar und Halblanghaar: zwei Fellvarianten
Neben der kurzhaarigen Burmilla gibt es eine halblanghaarige Variante, die unter dem Namen Tiffanie gezüchtet wird und auf dieselbe Ursprungsverpaarung zurückgeht. Während das kurze Fell der Burmilla mit gelegentlichem Bürsten auskommt, braucht die längere Variante regelmäßigere Fellpflege, um Verfilzungen vorzubeugen. Besonders im Bereich hinter den Ohren, unter den Achseln und an der Hinterhand bilden sich bei mangelnder Pflege am ehesten Knoten, weshalb Halter der Tiffanie diese Stellen beim Bürsten gezielt beachten sollten.

Wesen: verspielt, gesellig, ausgeglichen
Von der Burma-Seite erbt die Burmilla eine ausgeprägte Verspieltheit und enge Bindung an ihre Menschen, von der Perser-Seite ein ruhigeres, weniger forderndes Naturell. Das Ergebnis gilt als anpassungsfähige Familienkatze, die Beschäftigung schätzt, aber auch entspannte Ruhephasen mit ihren Menschen genießt. Gegenüber Kindern zeigt sich die Burmilla in der Regel geduldig, solange der Umgang respektvoll bleibt, und auch verträglichen Hunden oder anderen Katzen im Haushalt begegnet sie meist aufgeschlossen statt scheu.
Haltung: aktive Gesellschaft statt reiner Wohnungskatze
Wegen ihrer Verspieltheit und Menschenbezogenheit fühlt sich die Burmilla in einem Haushalt wohl, in dem sie regelmäßig Aufmerksamkeit und Beschäftigung bekommt. Als reine Einzelkatze ohne viel Gesellschaft wird sie seltener empfohlen, weil sie den Kontakt zu Menschen oder Artgenossen aktiv sucht. Lange Zeiten allein zuhause verträgt die Burmilla schlechter als zurückhaltendere Rassen, weshalb sich vor der Anschaffung lohnt, den eigenen Tagesablauf und die verfügbare Zeit für Beschäftigung realistisch einzuschätzen.
Beschäftigung: Kletterbäume und Spielzeit einplanen
Ein Kratzbaum mit mehreren Ebenen, abwechslungsreiches Spielzeug und feste, gemeinsame Spielzeiten am Tag helfen dabei, den Bewegungs- und Beschäftigungsdrang der Burmilla artgerecht zu bedienen. Weil die Rasse ihre Menschen aktiv einbezieht, eignen sich interaktive Spiele mit Angel oder Ball meist besser als Spielzeug, mit dem sie ausschließlich allein beschäftigt bleiben soll. Eine zweite Katze im Haushalt kann die Gesellschaft zusätzlich bereichern, wenn genug Zeit für gemeinsames Spielen mit den Menschen selbst nicht immer möglich ist.
Pflege und Gesundheit
Regelmäßiges Bürsten hält das Fell glänzend und reduziert Haare in der Wohnung, bei der halblanghaarigen Tiffanie-Variante sollte das öfter geschehen als bei der kurzhaarigen Burmilla. Wie bei jeder Rassekatze lohnt sich beim Kauf ein Blick auf den Gesundheitsstatus der Elterntiere und eine seriöse Zucht, die regelmäßige tierärztliche Kontrollen dokumentiert. Da in der Ursprungslinie sowohl Burma- als auch Perser-Vorfahren stecken, empfiehlt es sich außerdem, die Zuchtstätte gezielt nach Erkrankungen zu fragen, die in einer der beiden Ausgangsrassen gehäuft vorkommen, und sich die entsprechenden Untersuchungsbefunde der Elterntiere zeigen zu lassen. Eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt tragen zusätzlich dazu bei, dass die Burmilla über viele Jahre gesund und aktiv bleibt.
Quellen
Geschrieben von Clara, Redaktion haustiergesundheit.net — sie schreibt hier über Katzen, Heimtiere und ihre Haltung.







