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Kurz gesagt: Katzen haben von Natur aus einen schwachen Durstreiz und trinken oft zu wenig. Ein Trinkbrunnen kann die Wasseraufnahme erhöhen, weil fließendes Wasser Katzen anzieht. Wichtiger als das Gerät ist allerdings die Reinigung – ein verkeimter Brunnen ist schlechter als ein sauberer Napf.
Der Nutzen steht und fällt mit der Bereitschaft, das Ding wöchentlich auseinanderzunehmen.
Warum Katzen zu wenig trinken
Die Hauskatze stammt von Wüstenbewohnern ab. Ihre Vorfahren deckten den Wasserbedarf über die Beute, die zu rund 70 Prozent aus Wasser besteht.
Wer Trockenfutter füttert, hat deshalb ein Problem: Das Futter enthält kaum Wasser, der Durstreiz gleicht das nicht vollständig aus.
Die Folge ist ein dauerhaft konzentrierter Urin – ein Risikofaktor für Harnsteine und Erkrankungen der Harnwege, besonders bei Katern.
Warum fließendes Wasser hilft
Stehendes Wasser gilt in der Natur als potenziell verkeimt, fließendes als frisch. Viele Katzen bevorzugen deshalb den Wasserhahn.
Hinzu kommt: Bewegtes Wasser ist besser zu sehen und zu hören. Katzen sehen unbewegte Wasseroberflächen schlecht – deshalb tappen manche mit der Pfote hinein, bevor sie trinken.
Worauf beim Kauf zu achten ist
Material. Keramik oder Edelstahl sind hygienischer als Kunststoff, der mit der Zeit feine Kratzer bekommt, in denen sich Biofilm hält.
Lautstärke. Ein brummender Brunnen wird gemieden. Modelle mit leiser Pumpe sind vorzuziehen.
Zerlegbarkeit. Je einfacher die Pumpe zu öffnen ist, desto eher wird sie gereinigt.
Filter. Praktisch, aber Verbrauchsmaterial – laufende Kosten einplanen.
Standort. Nicht neben dem Futternapf und nicht neben der Katzentoilette.
Die Reinigung
Wasser täglich wechseln, Behälter und Pumpe wöchentlich zerlegen und reinigen. In der Pumpe bildet sich sonst ein schmieriger Biofilm.
Reinigen mit heißem Wasser und Bürste; Spülmittelreste gründlich abspülen, weil Katzen empfindlich auf Gerüche reagieren.
Was sonst hilft
Nassfutter. Der wirksamste Hebel überhaupt – es enthält etwa 80 Prozent Wasser.
Mehrere Wasserstellen in der Wohnung, abseits des Futters.
Breite, flache Schalen – viele Katzen mögen es nicht, wenn die Schnurrhaare den Rand berühren.
Kein Wasser direkt neben dem Futter. In der Natur trennen Katzen Fress- und Trinkplatz.
Häufige Fragen
Wie viel sollte eine Katze trinken?
Als Anhaltspunkt gelten etwa 50 Milliliter je Kilogramm Körpergewicht am Tag – bei Nassfutter kommt ein großer Teil über die Nahrung.
Woran erkennt man zu wenig Trinken?
An kleinen, harten Kotmengen, wenig Urin und trockenen Schleimhäuten. Bei Verdacht tierärztlich abklären.
Ist Leitungswasser geeignet?
In Deutschland ja.
Trinken alle Katzen aus dem Brunnen?
Nein. Manche ignorieren ihn – deshalb den alten Napf zunächst stehen lassen.
Dieser Text ersetzt keine tierärztliche Beratung.






