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Kurz gesagt: Auslöser ist nicht das Haar, sondern das Eiweiß Fel d 1 aus Speichel und Talgdrüsen. Beim Putzen verteilt die Katze es im Fell, von dort gelangt es an feine Partikel in die Raumluft. „Hypoallergene“ Katzenrassen gibt es nicht – auch haarlose Katzen produzieren Fel d 1.
Deshalb hilft Fellpflege wenig und Lüften mehr, als viele denken.
Warum das Allergen so hartnäckig ist
Fel d 1 haftet an sehr kleinen Partikeln, die stundenlang in der Luft schweben und sich in Textilien festsetzen.
Es lässt sich noch Monate nach dem Auszug einer Katze in Wohnungen nachweisen – und in geringen Mengen sogar in Haushalten ohne Katze, verschleppt über Kleidung.
Kater produzieren mehr davon als Katzen; kastrierte Kater weniger als unkastrierte.
Die Symptome
Niesen, laufende oder verstopfte Nase, juckende und tränende Augen, Hautausschlag bei direktem Kontakt.
Bei einem Teil der Betroffenen kommt es zu Asthmabeschwerden mit Husten und Atemnot. Wer solche Symptome bemerkt, sollte das ärztlich abklären lassen – unbehandeltes allergisches Asthma kann sich verschlechtern.
Was tatsächlich hilft
Schlafzimmer katzenfrei halten. Die wirksamste Einzelmaßnahme – ein Drittel des Tages verbringt man dort.
Regelmäßig lüften und Textilien reduzieren: Teppiche, schwere Vorhänge und Polstermöbel sind Reservoire.
Waschbare Bezüge und häufiges Waschen bei mindestens 60 Grad.
Luftreiniger mit HEPA-Filter senken die Allergenkonzentration messbar.
Hände waschen nach dem Kontakt, nicht ins Gesicht fassen.
Staubsauger mit HEPA-Filter – ein normaler Sauger bläst die Partikel wieder in die Luft.
Was wenig bringt
„Hypoallergene“ Rassen. Sibirische Katze, Balinese und andere werden so beworben. Alle produzieren Fel d 1; die Mengen schwanken individuell stärker als zwischen Rassen.
Haarlose Katzen. Sie verteilen das Allergen über die Haut statt über das Fell – die Belastung sinkt nicht zuverlässig.
Katze waschen. Senkt die Allergenmenge nur für ein bis zwei Tage und ist für die meisten Katzen erheblicher Stress.
Behandlung
Antihistaminika und kortisonhaltige Nasensprays lindern Symptome.
Die einzige ursächliche Behandlung ist die spezifische Immuntherapie, umgangssprachlich Hyposensibilisierung. Sie dauert etwa drei Jahre und wirkt bei Katzenallergie weniger zuverlässig als bei Pollen – für viele ist sie trotzdem die beste Option.
Häufige Fragen
Kann eine Katzenallergie später entstehen?
Ja, Allergien können sich in jedem Lebensalter entwickeln.
Muss die Katze weg?
Nicht zwingend. Bei allergischem Asthma raten Fachgesellschaften allerdings zur Trennung.
Gibt es ein Katzenfutter gegen die Allergie?
Es gibt Futter mit Antikörpern gegen Fel d 1, das die Allergenmenge im Speichel senken soll. Es beseitigt sie nicht.
Wie wird die Allergie festgestellt?
Über Hauttest und Bluttest beim Allergologen.
Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung.






