Rassekatze bei einer Katzenausstellung

Rassekatzen in Bildern: Die bekanntesten Rassen im Porträt

Aktualisiert am 17.10.2026 · Lesezeit 5 Min.

Titelbild: „Siamese at cat show judge Louis Coste“ von Pieter Lanser · CC BY 2.0 · via Wikimedia Commons · zugeschnitten

Kurzantwort: Zu den bekanntesten Rassekatzen zählen die langhaarige Perser, die imposante Maine Coon, die kompakte Britisch Kurzhaar, die gesprächige Siamkatze und die elegante Russisch Blau. Jede dieser Rassen hat einen eigenen, von Zuchtverbänden wie der FIFe festgelegten Standard, der Fellfarbe, Körperbau und teils auch Wesenszüge beschreibt. Die Fotos in diesem Artikel zeigen die wichtigsten Rassemerkmale, mit denen sich diese Katzen auf den ersten Blick unterscheiden lassen, von der Fellzeichnung bis zur Körperform.

Wer Bilder von Rassekatzen sucht, will meist mehr als nur hübsche Fotos: Die Fellzeichnung, der Körperbau und die Augenfarbe verraten oft schon, um welche Rasse es sich handelt.

Dieser Überblick stellt sechs der bekanntesten Rassekatzen mit Bild und ihren wichtigsten Merkmalen vor.

Perser: die klassische Langhaarrasse

Die Perser ist an ihrem extrem dichten, langen Fell, dem kompakten, rundlichen Körperbau und dem markant flachen Gesicht mit kurzer Nase zu erkennen. Sie gilt unter den großen Zuchtverbänden als die eigentliche Langhaarrasse und wird in zahlreichen Fellfarben gezüchtet, von Weiß über Creme bis zu dunklem Schildpatt. Ihr ruhiges, gelassenes Wesen macht sie zu einer beliebten Wohnungskatze, verlangt aber im Gegenzug tägliche Fellpflege. Auf Fotos ist sie fast immer am flachen Gesichtsprofil und den großen, runden Augen zu erkennen, Merkmale, die den Rassestandard seit Jahrzehnten prägen.

Perserkatze mit langem Fell und flacher Nase
Die Perser gilt als die klassische Langhaarrasse. Foto: „Persian Cat still not impressed“ von Magnus Bråth · CC BY 2.0 · via Flickr · zugeschnitten

Maine Coon: die sanfte Riesin

Mit ihrer imposanten Größe, den Pinselohren und der buschigen Rute ist die Maine Coon unter den Rassekatzen leicht wiederzuerkennen. Sie stammt aus dem US-Bundesstaat Maine, wo ihr wetterfestes Fell vor rauem Klima schützte, und gilt trotz ihrer Größe als besonders freundlich, ruhig und menschenbezogen, weshalb sie zu den beliebtesten Rassen weltweit zählt. Manche ausgewachsenen Kater erreichen ein Gewicht von deutlich über acht Kilogramm, ohne dabei träge oder unbeweglich zu wirken.

Maine-Coon-Katze mit buschiger Rute
Die Maine Coon zählt zu den größten Hauskatzenrassen. Foto: „Maine Coon Cat – Taylor at Home“ von ginnylgorman · CC BY 2.0 · via Flickr · zugeschnitten

Britisch Kurzhaar: kompakt und rundlich

Die Britisch Kurzhaar fällt durch ihren kompakten, muskulösen Körperbau, das runde Gesicht und das dichte, plüschige Kurzhaarfell auf. Besonders bekannt ist die blaugraue Farbvariante, gezüchtet wird die Rasse heute aber in vielen weiteren anerkannten Farben und Mustern. Ihr ruhiges, unabhängiges Wesen macht sie zu einer unkomplizierten Wohnungskatze, die auch längere Zeit allein gut zurechtkommt. Auf Ausstellungsfotos ist die Rasse an ihrem runden „Teddybär-Gesicht“ und den kurzen, kräftigen Beinen fast immer sofort erkennbar.

Britisch-Kurzhaar-Katze mit rundem Gesicht
Die Britisch Kurzhaar ist für ihren kompakten Körperbau und ihr ruhiges Wesen bekannt. Foto: „british blue“ von jans canon · CC BY 2.0 · via Flickr · zugeschnitten

Siamkatze: schlank, gesprächig, kontrastreich

Die Siamkatze ist an ihrer hellen Grundfarbe mit dunkler Point-Zeichnung an Ohren, Maske, Pfoten und Rute sowie an ihren auffallend blauen Augen zu erkennen. Ihr Körperbau ist schlank und elegant, ganz anders als der kompakte Typ der Britisch Kurzhaar. Charakterlich gilt sie als besonders gesprächig und anhänglich und meldet sich mit ihrer markanten, lauten Stimme deutlich zu Wort. Historische Fotos zeigen oft eine kräftigere, rundlichere Kopfform als die moderne Ausstellungslinie, ein Unterschied, der auf jahrzehntelange Zuchtentwicklung zurückgeht.

Siamkatze mit Point-Zeichnung und blauen Augen
Die Siamkatze zeigt eine typische helle Grundfarbe mit dunkler Point-Zeichnung. Foto: „Snow's Cat“ von Cente! · CC BY 2.0 · via Flickr · zugeschnitten

Norwegische Waldkatze: robust und wetterfest

Die Norwegische Waldkatze trägt ein dichtes, wasserabweisendes Doppelfell, das sie ursprünglich vor dem rauen skandinavischen Klima schützte. Sie ist größer und langbeiniger als die meisten anderen Rassen, klettert gern und wird oft als robust und wenig anspruchsvoll in der Haltung beschrieben, mit Ausnahme des aufwendigeren Fells während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst. Auf Bildern lässt sie sich von der ähnlich großen Maine Coon vor allem an der schlankeren Statur und dem etwas dreieckigeren Kopf unterscheiden.

Russisch Blau: elegant und zurückhaltend

Die Russisch Blau überzeugt mit ihrem feinen, doppelten, silbrig schimmernden Fell und ihren smaragdgrünen Augen. Der Körperbau ist schlank und elegant, das Wesen eher zurückhaltend und ruhig, besonders gegenüber fremden Menschen. Zu ihren Bezugspersonen baut sie dagegen oft eine enge, treue Bindung auf. Auf Fotos lässt sie sich am ehesten mit der Britisch Kurzhaar verwechseln, unterscheidet sich aber durch den deutlich schlankeren Körperbau und das feinere, weniger plüschige Fell.

Russisch-Blau-Katze mit smaragdgrünen Augen
Smaragdgrüne Augen und ein feines, doppeltes Fell zeichnen die Russisch Blau aus. Foto: „Loki the Russian Blue Cat“ von COMM112RachelM · CC BY-SA 4.0 · via Wikimedia Commons · zugeschnitten

Warum sich Rassekatzen auf Fotos oft leicht unterscheiden lassen

Fellzeichnung, Körperbau, Kopfform und Augenfarbe sind die Merkmale, an denen sich die meisten Rassen schon auf einem einzelnen Foto erkennen lassen, auch ohne Stammbaum. Zuchtverbände wie die FIFe legen diese Merkmale in detaillierten Rassestandards fest, nach denen Katzen auf Ausstellungen bewertet werden, ein System, das über Jahrzehnte zur klaren optischen Abgrenzung der einzelnen Rassen beigetragen hat.

Bengalkatze: die gefleckte Exotin

Kaum eine Rasse fällt auf Fotos so schnell auf wie die Bengalkatze, mit ihrer gefleckten oder marmorierten Fellzeichnung, die an einen kleinen Leoparden erinnert. Sie entstand aus einer Kreuzung mit der Asiatischen Leopardkatze und gilt als besonders aktiv, verspielt und wasserzugewandt, Eigenschaften, die sie von den meisten anderen Hauskatzenrassen unterscheiden. Ihr Körperbau ist muskulöser und länger als der der meisten Hauskatzen, mit auffallend langen Hinterbeinen, die ihr eine besonders kraftvolle Sprungkraft verleihen.

Bengalkatze mit gefleckter, leopardenartiger Zeichnung
Die Bengalkatze erinnert mit ihrer Fellzeichnung an einen kleinen Leoparden. Foto: „Bengal“ von Jardindubonheur · CC BY-SA 3.0 · via Wikimedia Commons · zugeschnitten

Sphynx: die Rasse ohne sichtbares Fell

Die Sphynx ist unter den Rassekatzen die auffälligste Ausnahme: Statt eines dichten Fells zeigt sie nur einen feinen, kaum sichtbaren Flaum und dadurch deutlich sichtbare Hautfalten, besonders am Hals und an den Schultern. Entstanden ist sie 1966 aus einer spontanen Genmutation in Kanada und gilt seither als bekannteste nahezu haarlose Katzenrasse. Wegen ihrer fehlenden Unterwolle ist sie außerdem die einzige der hier gezeigten Rassen, die regelmäßiges Baden statt Bürsten zur Fellpflege braucht.

Sphynx-Katze mit nahezu haarloser Haut
Die Sphynx zählt zu den auffälligsten Rassekatzen überhaupt. Foto: „hairless Sphynx cat & goddess kring“ von shannonkringen · CC BY 2.0 · via Flickr · zugeschnitten

Quellen

Marlene Kort schreibt fuer haustiergesundheit.net ueber Haltung, Ernaehrung und Gesundheit von Tieren.

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