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Kurzantwort: Drei Rassen dominieren weltweit: Maine Coon, Britisch Kurzhaar und Ragdoll. Bei der Fédération Internationale Féline machten sie 2024 zusammen 57,3 Prozent aller 96.075 Eintragungen aus. Auch die amerikanische CFA und der britische GCCF führen dieselben drei in ihren Top drei, nur in anderer Reihenfolge. Eine Statistik zur beliebtesten Rasse in Deutschland gibt es nicht.
Beliebtheit lässt sich bei Katzen nur über Zuchtbucheintragungen messen. Wie viele Rassekatzen ohne Papiere leben, erfasst niemand.
Die drei großen Register veröffentlichen ihre Zahlen jährlich. Der Vergleich zeigt, wie ähnlich sich der Geschmack über Kontinente hinweg entwickelt hat.
Drei Rassen liegen überall vorn
Bei der FIFe führt die Maine Coon, bei der CFA ebenfalls, beim GCCF die Britisch Kurzhaar. Die Ragdoll steht bei allen dreien unter den ersten drei. Zusammen bestimmen diese Rassen das Bild in Europa, Nordamerika und Großbritannien.
Bemerkenswert ist die Verschiebung an der Spitze: Bei der CFA verdrängte die Maine Coon in der für 2024 veröffentlichten Auswertung erstmals die Ragdoll von Platz eins.
Was diese Zahlen messen, ist begrenzt: nur Kitten aus Zuchten, die einem Verband angeschlossen sind. Rassekatzen ohne Papiere, Vermittlungen aus dem Tierschutz und Hauskatzen tauchen nirgends auf. Für einen Vergleich zwischen Rassen taugen die Zahlen trotzdem, weil überall dieselbe Grundgesamtheit gezählt wird.
Die FIFe-Statistik 2024
Die Fédération Internationale Féline trug 2024 insgesamt 96.075 Kitten ein. Zum Vergleich: 2021 waren es noch 119.806. Die zehn häufigsten Rassen:
- Maine Coon: 23.775 Eintragungen, 24,7 Prozent
- Britisch Kurzhaar: 16.278, 16,9 Prozent
- Ragdoll: 15.052, 15,7 Prozent
- Sibirer: 4.420
- Devon Rex: 4.296
- Norwegische Waldkatze: 4.105
- Bengal: 3.559
- Heilige Birma: 3.147
- Neva Masquerade: 2.977
- Russisch Blau: 2.370
Dahinter folgen Perser mit 1.981, Sphynx mit 1.956, Orientalisch Kurzhaar mit 1.694 und Burma mit 1.515. Die Siam, jahrzehntelang der Inbegriff der Rassekatze, kommt auf 929 Eintragungen.
Auffällig ist die Konzentration. Drei Rassen stellen mehr als die Hälfte aller Eintragungen, während sich die übrigen 45 Rassen den Rest teilen. Britisch Langhaar kommt auf 1.393, Exotic auf 1.187, Abessinier auf 848, Chartreux auf 811 und Cornish Rex auf 697 Tiere.
Was CFA und GCCF zählen

Die amerikanische Cat Fanciers‘ Association führt in ihrer zuletzt veröffentlichten Rangliste die Maine Coon vor Ragdoll, Perser, Exotic und Devon Rex. Danach folgen Abessinier, Britisch Kurzhaar, Sibirer, Sphynx und Russisch Blau.
Der britische Governing Council of the Cat Fancy registrierte 2024 insgesamt 18.535 Katzen, 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Britisch Kurzhaar liegt dort mit 6.415 Tieren weit vorn, gefolgt von Ragdoll mit 3.043 und Maine Coon mit 2.612. Dahinter kommen Burma mit 915, Siam mit 844 und Britisch Langhaar mit 836.
Warum es keine deutsche Rangliste gibt

Eine belastbare Statistik zur beliebtesten Katzenrasse in Deutschland existiert nicht. Die FIFe schlüsselt ihre Zahlen nicht nach Ländern auf. Der deutsche Mitgliedsverband veröffentlicht keine Eintragungszahlen nach Rassen, und die Heimtierverbände erheben die Rasse gar nicht.
Wer eine solche Rangliste liest, sollte nachfragen, worauf sie beruht. In der Regel handelt es sich um Suchanfragen, Verkaufsanzeigen oder Umfragen einzelner Anbieter — keine dieser Größen misst, wie viele Katzen einer Rasse tatsächlich leben.
Als Näherungswert taugt die europaweite FIFe-Statistik, sofern man sie als das kennzeichnet, was sie ist.
Wie viele Katzen in Deutschland leben
Die Katze ist in Deutschland das häufigste Heimtier. Für 2025 weisen der Industrieverband Heimtierbedarf und der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe 15,7 Millionen Katzen in 24 Prozent der Haushalte aus. Hunde kommen auf 10,0 Millionen. In 43 Prozent der katzenhaltenden Haushalte leben zwei oder mehr Tiere.
Die Erhebung stützt sich auf eine repräsentative Befragung von 5.000 Haushalten. Wie viele dieser Katzen Rassekatzen sind, wird dabei nicht erfasst.
Wenn Beliebtheit auf Gesundheit trifft
Hohe Eintragungszahlen sagen nichts über die Gesundheit einer Rasse. Eine Auswertung britischer Praxisdaten mit 7.936 bestätigten Todesfällen ergab für Katzen insgesamt eine mittlere Lebenserwartung von 11,74 Jahren. Burma und Heilige Birma lagen mit 14,42 und 14,39 Jahren darüber, Maine Coon mit 9,71, Bengal mit 8,51 und Sphynx mit 6,68 Jahren deutlich darunter.
Bei Perser und Exotic empfiehlt das deutsche Qualzuchtgutachten ein Zuchtverbot für extrem kurznasige Tiere, bei denen der obere Rand des Nasenspiegels über dem unteren Augenlidrand liegt. Wer sich für eine Rasse entscheidet, sollte den Gesundheitsstatus der Elterntiere abfragen, nicht die Platzierung in einer Rangliste.
Zwei international bekannte Rassen fehlen in den europäischen Ranglisten ganz. Die Scottish Fold ist bei FIFe und GCCF nicht anerkannt; der GCCF begründet das damit, dass dasselbe Gen, das die Ohren faltet, Skelettveränderungen verursacht, die mit dem Alter zunehmen. Die Munchkin lehnt der GCCF seit 1991 ab, zusammen mit allen anderen Rassen, die auf verkürzten Gliedmaßen beruhen.
Häufige Fragen
Welche Katzenrasse ist die beliebteste?
Nach Eintragungen bei der FIFe und der CFA die Maine Coon, beim britischen GCCF die Britisch Kurzhaar.
Welche Rasse ist in Deutschland am beliebtesten?
Dazu gibt es keine belastbare Zahl. Weder Zuchtverbände noch Heimtierverbände erheben sie.
Wie viele Rassekatzen leben in Deutschland?
Auch das ist nicht erfasst. Bekannt ist nur die Gesamtzahl von 15,7 Millionen Katzen.
Sind beliebte Rassen gesünder?
Nein. Die Lebenserwartung der drei meistgezüchteten Rassen liegt in britischen Praxisdaten teils unter dem Durchschnitt aller Katzen.
Warum gehen die Eintragungszahlen zurück?
Die FIFe verzeichnete zwischen 2021 und 2024 einen Rückgang von 119.806 auf 96.075 Eintragungen. Eine Begründung veröffentlicht der Verband nicht.
Quellen
- Fédération Internationale Féline: Breeding Statistics 2024
- Governing Council of the Cat Fancy: Analysis of Breeds Registered
- Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe: Heimtiere in Deutschland
- Teng u. a.: Life tables of annual life expectancy and risk factors for mortality in cats in the UK
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Geschrieben von Vanessa fuer haustiergesundheit.net. Angaben zu Dosierung und Symptomen stammen aus tieraerztlichen Quellen.

Vanessa hat vor fünf Jahren eine Hündin aus dem Tierschutz aufgenommen und seitdem viel über Geduld gelernt. Sie schreibt über Adoption und Eingewöhnung.







